Ganglion
Eine Schwäche der Gelenkskapsel führt zur Bildung eines Ganglions, auch Überbein oder gutartiges Knötchen genannt, welches meistens schmerzlos, aber trotzdem oft ästhetisch störend ist. Selten kann es auf Nerven drücken, und dadurch zu Problemen, wie beispielsweise Gefühlsstörungen oder Schmerzen führen. Dies kann nicht nur in der Nähe von Gelenken, sondern auch an Sehnen benachbart entstehen.
Dieser Eingriff kann auch unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) erfolgen. Falls gewünscht oder Kontraindikationen bestehen, kann dieser Eingriff auch unter stationären Bedingungen oder Tagesstationär in Sedoanalgesie, einem sogenannten Dämmerschlaf in der renommierten Wiener Privatklinik durchgeführt, wo ich bereits seit Jahren Belegarzt bin.
KEY FACTS
Dauer des Eingriffs: 45-75 Minuten
Dauer der Schienen-Immobilisation: 5 Tage
Nahtentfernung: 12 Tage nach dem Eingriff
Einsatzfähigkeit der Hand: 21 Tage
Sport ab der 5.-6. postoperativen Woche
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Typische Symptome umfassen eine sichtbare, weiche oder feste, meist kreisrunde Schwellung, die unter der Haut tast,-und meist sichtbar ist.
Die Größe kann variieren und kann Schmerzen verursachen, besonders wenn sie auf Nerven oder benachbarte Strukturen drückt. Manchmal kann ein Ganglion auch Bewegungsbeschränkungen verursachen.
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Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Schwellung abtastet und Bewegungen des betroffenen Gelenks überprüft.
Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT können verwendet werden, um das Ganglion, inklusive ihrer anatomischen Lage zu bestätigen.
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Konservative Behandlungsmöglichkeiten umfassen das Ruhigstellen des betroffenen Bereichs, um die Belastung zu reduzieren. In einigen Fällen kann sich das Ganglion auch von alleine zurückbilden und somit klinisch unauffindbar sein.
Eine Aspiration, bei der die Flüssigkeit mit einer Nadel entfernt wird, kann ebenfalls versucht werden, führt aber seltenst zum Erfolg und birgt das Risiko funktionelle Strukturen zu verletzen.
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Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn das Ganglion Schmerzen verursacht, die Bewegung erheblich einschränkt, wiederkehrend ist oder nach einer Aspiration nicht verschwindet.
Der chirurgische Eingriff, bekannt als Ganglionexstirpation, entfernt die Zyste vollständig und verhindert deren Wiederauftreten, indem man den zuführenden Gang chirurgisch unterbindet.
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Wie bei jeder Operation kann es zu Komplikationen kommen. Hierzu gehören Nachblutungen, Infektionen und Verletzung von Nerven und/oder Gefäßen mit bleibendem Funktionsverlust.
Durch die Verwendung feinster mikrochirurgischer Instrumente und lupenmikroskopischer Vergrößerung lassen sich die Risiken auf ein absolutes Minimum reduzieren.
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Nach der Operation ist eine Erholungsphase von etwa 4-6 Wochen erforderlich. In den ersten 3 Wochen ist eine absolute Sportkarenz angezeigt. Erst danach erfolgt eine schrittweise Belastung der operierten Extremität.
Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit und Stärke der Hand wiederherzustellen.