übermäßiges Schwitzen
“Hyperhidrose”
Hyperhidrose bezeichnet eine übermäßige Schweißproduktion, die entweder lokal (zum Beispiel an Händen, Füßen oder Achseln) oder am gesamten Körper auftreten kann.
Dabei führt das bei Betroffenen in vielen Fällen zu massivem Unwohlsein und kann die Lebensqualität dadurch erheblich einschränken.
Nicht selten fühlen sich die Betroffenen stigmatisiert und meiden soziale Interaktionen.
Durch gezielte Injektion von Neuromodulatoren “Botox” kann es zu einer erheblichen Reduktion, in manchen Fällen auch zu einem Sistieren, einem Stop der Schweißbildung im behandelten Areal kommen.
Meist betroffene Regionen sind Achseln und Hände.
Wichtig ist zu wissen, daß durch diese Behandlung die Schweißproduktion an anderen Körperstellen nicht kompensatorisch zunimmt.
Auch entstehen durch die Behandlung keinerlei Probleme in der allgemeinen Schweißregulation.
KEY FACTS
Dauer des Eingriffs: ca. 30 Minuten
Schmerzen: 2-3 (Skala 1-10)
Gesellschaftsfähig: nach 0-1 Tagen
Sport / Sauna: nach 1 Tag
Preis: je nach Region: ab 260,- Euro
Bezahlung: Bar, Überweisung oder Bankomat
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Hyperhidrose ist eine Erkrankung, bei der es zu übermäßigem Schwitzen kommt, das über das hinausgeht, was für die Temperaturregulierung des Körpers notwendig ist.
Sie kann an verschiedenen Körperstellen auftreten, am häufigsten jedoch an den Händen, Füßen, Achseln und im Gesicht. Die Erkrankung kann das tägliche Leben stark beeinträchtigen.
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Hyperhidrose kann in zwei Hauptformen auftreten:
Primäre Hyperhidrose: Hierbei ist die genaue Ursache oft unbekannt, und das übermäßige Schwitzen tritt meist lokalisiert (z. B. an Händen, Füßen oder Achseln) auf. Genetische Faktoren können eine Rolle spielen.
Sekundäre Hyperhidrose: Diese Form wird durch eine zugrunde liegende Erkrankung oder äußere Faktoren ausgelöst, wie z. B. Stoffwechselstörungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion), neurologische Erkrankungen, Medikamente oder hormonelle Veränderungen (z. B. in den Wechseljahren).
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Die Diagnose basiert in der Regel auf der Anamnese und körperlichen Untersuchung. In einigen Fällen können spezifische Tests durchgeführt werden, wie der Jod-Stärke-Test, um das betroffene Schwitzgebiet genau zu bestimmen.
Bei Verdacht auf eine sekundäre Hyperhidrose werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, um die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren.
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Eine vollständige Heilung der Hyperhidrose ist selten. Die meisten Behandlungen zielen darauf ab, die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Bei Behandlungen, wie Botulinumtoxin oder Iontophorese, sind regelmäßige Sitzungen erforderlich.
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Es gibt keine spezifischen Präventionsmaßnahmen für primäre Hyperhidrose, da sie häufig genetisch bedingt ist. Bei sekundärer Hyperhidrose ist die Kontrolle der zugrunde liegenden Erkrankung oder die Anpassung der Medikation eine Möglichkeit, das Schwitzen zu reduzieren. Das Tragen von atmungsaktiver Kleidung und die Vermeidung von Auslösern wie heißem Wetter oder scharfen Speisen können helfen, die Symptome zu lindern.
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Konservative Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
Antitranspirantien: Aluminiumchlorid-haltige Antitranspirantien sind oft der erste Schritt bei der Behandlung. Sie verengen die Schweißdrüsen und reduzieren das Schwitzen.
Iontophorese: Bei dieser Methode werden schwache elektrische Ströme durch die Haut geleitet, um das Schwitzen an Händen und Füßen zu reduzieren.
Medikamente: Anticholinergika, die die Aktivität der Schweißdrüsen verringern, können oral eingenommen werden. Sie haben jedoch Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Sehstörungen.
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Botulinumtoxin (Botox) ist eine effektive, nicht-chirurgische Behandlung für übermäßiges Schwitzen, besonders in den Achseln. Das Toxin blockiert die Nerven, die die Schweißdrüsen aktivieren, und reduziert so die Schweißproduktion.
Die Wirkung hält in der Regel 6 bis 12 Monate an, danach kann die Behandlung wiederholt werden.
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Die Botulinumtoxin-Behandlung ist eine sehr effektive Methode zur Kontrolle der Hyperhidrose, insbesondere in den Achseln. Die meisten Patienten erfahren eine Reduktion des Schwitzens um 80-90 % innerhalb weniger Tage nach der Injektion. Die Wirkung hält in der Regel mehrere Monate an, kann aber wiederholt werden.
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Jede Behandlung hat potenzielle Risiken. Bei der Botulinumtoxin-Behandlung können lokal kleine, konservativ gut therapierbare Bluergüsse auftreten.