periphere Nervenchirurgie

Verletzungen von peripheren Nerven sind immer mit einem gewissen sensorischen und/oder motorischen Defizit verbunden. Dabei kann es durch Traumata, Kompressionen, Verlust der Gleiteigenschaften und dergleichen zu einem entsprechenden Funktionsverlust oder einer Funktioneinbuße im Innervationsgebiet des betroffenen Nervens kommen.

Das Ziel soll sein, die Ursache des Funktionsverlustes zu eruieren und mithilfe mikrochirurgischer modernster Methoden dem Nerven die funktionelle Integrität wiederzugeben.

Während einer ausführlichen klinischen Untersuchung bestimmen wir, welcher Nerv betroffen ist und schlagen Ihnen weitere Behandlungsschritte vor.

Falls eine Operation notwendig werden sollte, organisieren wir diese in der renommierten Wiener Privatklinik im 9. Wiener Gemeindebezirk, wo ich seit vielen Jahren Belegarzt bin.

  • Die Nervenchirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen oder Kompressionen der peripheren Nerven.

    Ziel dieser chirurgischen Eingriffe ist es, die Nervenfunktion wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern und Folgeschäden wie Muskelschwund oder Bewegungseinschränkungen zu verhindern.

  • Die Diagnose erfolgt durch eine detailierte klinische Untersuchung, bei der die betroffenen Nervenfunktionen, Sensibilität und motorische Fähigkeiten getestet werden.

    Zur genauen Abklärung werden oft Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeitstests (ENG) verwendet.

    Bildgebende Verfahren wie ein hochauflösender Ultraschall oder MRT können zur Darstellung der Nerven und somit zusätzlich zur Diagnosefindung eingesetzt werden.

  • Häufige Erkrankungen, die durch Nervenchirurgie behandelt werden, sind Nervenkompressionssyndrome, wie zum Beispiel das Karpaltunnelsyndrom, das Kubitaltunnelsyndrom, Nerventumore (z. B. Schwannome), wie auch periphere Nervenschäden (z. B. durch Traumata).

  • Zu den konservativen Behandlungen zählen Schmerzmedikation, Physiotherapie, Ergotherapie, Schienen zur Entlastung des Nervs und Elektrotherapie.

    Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Schmerzen zu lindern und die restliche Funktion des Nervs zu erhalten.

    Ohne aber die Ursache des nicht funktionierendes Nervs zu beheben kommt es unweigerlich zu bleibenden funktionellen Einschränkungen.

  • Eine Operation ist notwendig, wenn es ursachenbedingt im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs oder Nervenabschnitt zu einer signifikanten Funktionseinschränkung mit Ausfallserscheinungen zu kommen droht oder bereits gekommen ist.

    Ein Nichtbeheben der Ursache kann zu bleibenden Schäden, wie Lähmungen, Muskelabbau oder chronische Schmerzen führen.

    • Neurolyse: Chirurgische Beseitigung von Narben und/oder einengenden Gleitstrukturen betreffend des Nervs zur Entlastung.

    • Nervennaht: Primäre Rekonstruktion eines durchtrennten Nervs.

    • Nerventransfer: Verlagerung eines gesunden Nervs oder eines Teils davon, um die Funktion eines geschädigten Nervs zu übernehmen.

    • Tumorentfernung: Entfernung von gutartigen Nerventumoren wie Schwannomen.

    • Nervenverlagerung (Transposition): Verschieben eines Nervs an eine weniger belastete Position (z. B. beim Kubitaltunnelsyndrom).

  • Wie bei jeder Operation gibt es Risiken, einschließlich Infektionen, Blutungen, Narbenbildung, Nervenschäden oder das erneute Auftreten der Symptome.

    In seltenen Fällen kann es zu chronischen Schmerzen oder unvollständiger Wiederherstellung der Nervenfunktion kommen.

  • Nach einer Nervenoperation ist eine intensive Nachbehandlung wichtig, um die Nervenheilung zu fördern. Physiotherapie und Ergotherapie unterstützen zusätzlich die Regeneration.

    Die Nervenregeneration kann mehrere Monate bis Jahre dauern, abhängig vom Ausmaß des Nervenschadens und der Art des Eingriffs.

  • Die Erholungsphase kann je nach Schwere des Nervenschadens und Art des chirurgischen Eingriffs stark variieren.

    Kleinere Eingriffe, wie beim Karpaltunnelsyndrom, erfordern in der Regel einige Wochen Heilungszeit, während komplexere Eingriffe bis zu mehreren Monaten oder Jahre dauern können, bis sich die Nervenfunktion erholt hat.

  • Die Heilung eines Nervenschadens hängt von der Schwere der Verletzung ab. In vielen Fällen können periphere Nerven nach einer Operation regenerieren, besonders wenn der Nerv nicht vollständig durchtrennt wurde.

    Die Regeneration ist jedoch ein sehr langsamer Prozess, der oft Monate oder Jahre dauert. Bei schweren Verletzungen oder Spätfolgen kann die Wiederherstellung der Nervenfunktion unvollständig bleiben.

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