Postoperative Pflege – Wichtige Tipps zur Nachsorge
Operationen sind ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, ein Einschnitt, der in vielen Fällen nicht einfach zu verarbeiten ist.
Jeder operative Eingriff bedarf eines einfühlsamen Umgangs mit unseren Patient:innen und einer ausführlichen, klar verständlichen Aufklärung.
Für etwaige Fragen stehen wir vor, während und selbstverständlich auch nach der Operation zur telefonischen und persönlichen Verfügung.
“Jede Wunde erzählt eine Geschichte – die richtige Pflege schreibt das Ende.”
Was Sie nach einer Operation beachten sollten
Nach einer Operation gibt es wichtige Maßnahmen und Verhaltensregeln, die unsere Patient:innen beachten sollten, um eine schnelle und komplikationsfreie Genesung zu fördern. Die genauen Anweisungen hängen von der Art der Operation und den individuellen Gesundheitsbedingungen ab.
Trotzdem gibt es einige Grundsätze und allgemeine Richtlinien, die viele postoperative Situationen abdecken:
1. Wundpflege:
Sauberkeit und Hygiene: Halten Sie die Operationswunde sauber und trocken, um Infektionen zu vermeiden. Befolgen Sie unsere Anweisungen zur Reinigung und zum Verbandswechsel.
Schutz der Wunde: Vermeiden Sie es, die Wunde unnötig zu berühren. Vermeiden Sie auch Belastungen der operierten Stelle, um die Heilung nicht zu beeinträchtigen. Wasserkontakt, direkt, wie auch indirekt sollte in den ersten 5 Tagen ebenso vermieden werden.
2. Schmerzmanagement:
Schmerzmedikation: Nehmen Sie verschriebene Schmerzmittel genau nach Anweisung ein.
3. Körperliche Aktivität:
Schonung: Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und heben Sie keine schweren Gegenstände, besonders in den ersten Tagen nach der Operation. Ruhen Sie sich aus, damit der Körper heilen kann.
Mobilisierung: Leichte Bewegung ist oft hilfreich, um die Durchblutung zu fördern und die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) zu verhindern. Wir geben Ihnen spezifische Anweisungen, wie viel und wann Bewegung angebracht ist.
4. Ernährung:
Gesunde Ernährung: Essen Sie leichte, nährstoffreiche Kost, um den Heilungsprozess zu unterstützen.
Vermeiden Sie schwer verdauliche Speisen, besonders nach Operationen im Gesicht.
Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend Wasser, um die Heilung zu fördern und den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
5. Medikamenteneinnahme:
Antibiotika und andere Medikamente: Wenn Antibiotika verschrieben wurden, sollten Sie diese vollständig einnehmen, auch wenn Sie sich besser fühlen, um Infektionen vorzubeugen.
Wechselwirkungen beachten: Informieren Sie uns über alle Medikamente, die Sie einnehmen, um gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden.
6. Auf Anzeichen von Komplikationen achten:
Infektionsanzeichen: Achten Sie auf Symptome wie Rötungen, Schwellungen, ungewöhnliche Schmerzen, Eiter oder Flüssigkeitsaustritt aus der Wunde und Fieber. Diese können Anzeichen einer Infektion sein und sollten uns bitte unverzüglich gemeldet werden.
Blutungen: Leichte Blutungen können normal sein, aber starke oder anhaltende Blutungen sollten abgeklärt werden.
Thrombosen: Symptome wie Schmerzen oder Schwellungen in den Beinen oder Atemnot können auf eine Thrombose hinweisen und erfordern sofortige Hilfe. Falls Sie derartige Symptome verspüren, suchen Sie am besten die Notaufnahme eines nahagelegenen Krankenhauses auf.
7. Nachsorgetermine:
Regelmäßige Kontrollen: Halten Sie alle Nachsorgetermine ein, um sicherzustellen, dass die Wundheilung planmäßig verläuft. Dies gibt uns die Möglichkeit, eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Fäden und Drainagen: In einigen Fällen müssen Fäden oder Drainagen nach einer bestimmten Zeit entfernt werden. Folgen Sie bitte unseren Anweisungen und halten Sie Termine ein.
8. Verhalten bei Schmerzen oder Unwohlsein:
Frühzeitige Rückmeldung: Informieren uns über ungewöhnliche oder anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Atembeschwerden oder andere Symptome, die Sie beunruhigen. Auf den Honorarnoten und unserer Homepage: www.hauptsachehaut.com finden Sie sowohl die Telefonnummer der Dermatologin (+43 676 3012 800), als auch des Plastischen Chirurgen, Dr. Savas Tsolakidis (+43 676 3012 810).
9. Vermeidung von Substanzen:
Alkohol und Rauchen: Vermeiden Sie Alkohol und Rauchen, da beides die Wundheilung verlangsamen kann. Rauchen beeinträchtigt insbesondere die Sauerstoffzufuhr zu den Geweben und erhöht das Infektionsrisiko.
10. Hygiene und Duschen:
Duschen: Abhängig von der Art der Operation sollten Sie auf Duschen verzichten, bis die Wunde verheilt ist oder wir gibt. Oft wird empfohlen, mindestens 5 Tage nach der Operation nicht zu duschen.
Baden und Schwimmen: Baden, Schwimmen oder andere Aktivitäten im Wasser sind in der Regel für einige Zeit untersagt, bis die Wunde vollständig verheilt ist. Wie lange dieser Zeitraum beträgt, hängt ganz von der Art des Eingriffs ab. Bei Unsicherheiten, rufen Sie uns bitte an oder schreiben uns eine Email.
11. Erholung und Schlaf:
Schlaf und Ruhe: Ausreichender Schlaf ist wichtig für die Heilung. Versuchen Sie, eine bequeme Schlafposition zu finden, die die operierte Stelle nicht belastet.
Stress vermeiden: Stress kann die Heilung verzögern, daher ist es hilfreich, sich zu entspannen und mental zur Ruhe zu kommen. Am besten ist es, Sie nehmen sich für ein paar Tage frei.
Fazit:
Die Einhaltung unserer Anweisungen, die richtige Wundpflege, Bewegung und eine gesunde Lebensweise fördern eine komplikationsfreie Genesung. Wenn Unsicherheiten auftreten, sollten Sie immer Rücksprache mit uns halten, am besten telefonisch oder per Email.